
Bild: © Peter Hönnemann
Projektbeschreibung, die Macher, der Hintergrund
Die zugrunde gelegten Zahlen basieren auf einer Studie der BBG-Consult, DEHOGA-Statistiken und den Erfahrungen des Stadthaushotels und sind lediglich Annahmen. Später sind sie im Rahmen gezielter Studien zu ermitteln.
Ausgangsbasis für die Umsatzstruktur sind Kapazität und Auslastung sowie die Gästestruktur, die sich durch die Gewährung von Nachlässen auf die durchschnittlichen Preise und damit auf den Umsatz auswirkt. Die folgende Berechnung der Erlöse geht von einer Kapazität von 70 Zimmern aus, die an 365 Tagen geöffnet sind. Bei einer Auslastung von 65 % und 35 % Doppelbelegung ergeben sich daraus 22.420 übernachtungen. Bei einer Auslastung von 47,9 % (durchschnittliche Belegung in Hamburg 2000) wären es 16.621.
Die Gästestruktur besteht dabei zu 25 % aus Individualgästen (70 % Doppelbelegung), zu 15 % aus Firmengästen, zu 35 % aus Tagungsgästen und zu 25 % aus Gruppenreisenden (70 % Doppelbelegung). Bei einem durchschnittlichen Nachlass von 12 % ergibt sich ein Nettoumsatz von 55 EUR für ein Einzelzimmer und 74 EUR für ein Doppellzimmer.
| Servicebereich | Auslastung 65 % | Auslastung 47,90 % |
|---|---|---|
| © 2005 | ||
| Beherbergung | 1.023.832,00 EUR | 754.491,00 EUR |
| Frühstück | 202.923,42 EUR | 149.531,57 EUR |
| Tagungen und Gruppen | 340.483,75 EUR | 250.895,15 EUR |
| À-la-carte-Restauration | 205.780,95 EUR | 151.625,80 EUR |
| Bar | 57.978,12 EUR | 42.720,72 EUR |
| Minibar | 11.613,56 EUR | 8.557,36 EUR |
| Veranstaltungen | 125.162,40 EUR | 125.162,40 EUR |
| Betriebsumsatz | 1.967.774,20 EUR | 1.482.984,00 EUR |
Die durchschnittlichen Anteile am Betriebsumsatz (s. u.) sind dem „Betriebsvergleich Beherbergungsgewerbe“ (Umsatzbereich 1.022.584 bis 2.556.459 EUR) der DEHOGA entnommen. Fördermöglichkeiten, die sich für ein Integrationsprojekt ergeben können, werden nicht berücksichtigt. So lässt sich feststellen, dass das Hotel tatsächlich in der Lage ist, langfristig seine Existenzgrundlage selbst zu erwirtschaften und damit die Arbeitsplätze zu sichern. Die sich bietenden Möglichkeiten zur Förderung eines solchen Projektes können später in die überlegungen mit einfließen, um z. B. die erhöhten Baukosten oder die höheren Personalkosten gegenüber einem traditionellen Hotelkonzept zu relativieren.
| Kostenfaktor | Anteil am Betriebsum- satz (%) |
Kosten (EUR) bei 65% Auslastung |
Kosten (EUR) bei 47,9% Auslastung |
|---|---|---|---|
| © 2005 | |||
| Waren | 15,0 | 295.166,13 | 222.447,60 |
| Personal | 43,4 | 854.014,00 | 643615,05 |
| Energie | 4,2 | 82.646,52 | 62.285,33 |
| Steuern, Versicherung etc. |
1,5 | 29.516,61 | 22.244,76 |
| Betriebs- Verwaltungs-Kosten | 14,0 | 275.488,39 | 207.617,76 |
| Mieten und Pachten | 14,5 | 285.327,26 | 215.032,68 |
| Instandhaltung | 2,6 | 51.162,13 | 38.557,58 |
| AfA einschließlich GWG | 3,4 | 66.904,32 | 50.421,46 |
| Zinsen | 1,4 | 27.548,84 | 20.761,78 |
| Kosten insgesamt | 100,0 | 1.967.774,20 | 1.482.984,00 |
Für die Verwirklichung eines solchen Projektes bieten sich sowohl Investitions- als auch Personalförderungsmöglichkeiten an wie Leistungen nach dem SGB IX und dem SGB III, Investitionskostenzuschüsse aus Stiftungen (z. B. Aktion Mensch), Spenden, Mittel des europäischen Sozialfonds zum Aufbau von Firmenprojekten mit Modellcharakter, der Rentenversicherungsträger, der Bundesanstalt für Arbeit, der Ministerien, der Träger der sozialen Entschädigung bei Gesundheitsschäden, der Sozialhilfeträger, des Amtes für Ausbildungsförderung und der Unfallversicherungsträger. Zudem ergeben sich Möglichkeiten aus einem „Social Sponsoring“ (zusätzliche Spenden und Akquisition von Gästen), wenngleich hierzu bisher keine Erfahrungen vorliegen.
Das Projekt Hafencity Hamburg:
Die Trägerschaft